Macht die Holzart den Unterschied? Hartholz gegen Weichholz in der Heizpraxis

Macht die Holzart den Unterschied? Hartholz gegen Weichholz in der Heizpraxis

Erkennen Sie den Unterschied zwischen Hartholz und Weichholz schon beim ersten Anzünden? Während das eine relativ schnell abbrennt, liefert das andere über Stunden eine stabile Glut. Doch wie verhalten sich diese Eigenschaften direkt in Ihrem Kamin, woran erkennen Sie das ideale Scheit für den Ofen oder die Brennholzheizung – und wie lassen sich beide Holzarten sinnvoll kombinieren? In der Praxis zeigen sich Unterschiede.

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Warum die Holzart beim Heizen entscheidend ist

Nicht jedes Brennholz verhält sich im Ofen gleich. Der Unterschied beginnt bei der Dichte des Holzes – und zeigt sich später ganz praktisch beim Anzünden, Nachlegen, Glutverhalten und Verbrauch. Weichholz wie Fichte oder Kiefer entzündet sich schneller und bringt rasch Flamme in den Ofen. Es brennt jedoch auch schneller ab, weshalb bei längeren Heizphasen häufiger nachgelegt werden muss.

Hartholz wie Buche oder Eiche ist dichter, brennt langsamer und entwickelt eine stabilere Glut. In der Praxis bedeutet das: mehr nutzbare Wärme über einen längeren Zeitraum und weniger Holzverbrauch bei regelmäßiger Nutzung. Bei Brennholz Zimerman erreichen Buche und Eiche jeweils einen Heizwert von 2100 kWh pro Raummeter – genau deshalb sind diese Harthölzer besonders interessant, wenn nicht nur gelegentlich angeheizt, sondern regelmäßig mit Holz geheizt wird.

Hartholz für lange Wärme und stabile Glut

Wer regelmäßig mit Brennholz heizt, braucht Holz, das nicht nur schnell Flamme macht, sondern über längere Zeit zuverlässig Wärme liefert. Genau hier spielen Buche und Eiche ihre Stärke aus. Buchenbrennholz von Brennholz Zimerman erreicht einen Heizwert von 2100 kWh/RM beziehungsweise 4,26 kWh/kg, Eichenbrennholz liegt ebenfalls bei 2100 kWh/RM und 4,27 kWh/kg.

Geliefert wird das Hartholz auf Paletten mit 100 × 100 × 195 cm und einem Volumen von 1,95 RM, mit rund 900 kg Holz pro Palette. Buche ist in 25 cm, 33 cm oder 50 cm Scheitlänge erhältlich, Eiche in 33 cm; die Brennholz-Stärke liegt jeweils bei 6 bis 18 cm. Für alle, die beide Holzarten kombinieren möchten, gibt es außerdem den Trocken Brennholzmix aus 80 % Buche und 20 % Eiche in 33 cm Länge. Die Brennholzlieferung erfolgt in Niederösterreich, Oberosterreich, Burgenland und Wien.

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Weichholz für schnelles Anheizen

Weichholz ist nicht automatisch die falsche Wahl – es muss nur richtig eingesetzt werden. Fichte, Tanne oder Kiefer entzünden sich leichter als viele Harthölzer und bringen schnell Flamme in den Ofen. Wenn Sie bereits trockenes Weichholz gelagert haben oder es Ihnen legal zur Verfügung steht, können Sie es sehr gut zum Anheizen, für kurze Heizphasen oder als Startmaterial vor Hartholz nutzen. Praktisch ist zum Beispiel: zuerst kleines, trockenes Weichholz verwenden, damit der Ofen rasch Temperatur aufbaut, und danach Buche oder Eiche nachlegen, damit die Glut länger hält.

Was spart am Ende wirklich Geld?

Weichholz wirkt auf den ersten Blick oft günstiger. Wer nur den Preis pro Raummeter betrachtet, kann schnell den Eindruck bekommen, damit beim Heizen zu sparen. In der Praxis zählt jedoch nicht allein der Einstiegspreis, sondern die nutzbare Wärme pro Raummeter. Ein Raummeter Buche hat laut österreichischen Fachquellen einen rund 40 % höheren Heizwert als ein Raummeter Fichte. Das bedeutet: Für vergleichbare Wärmeleistung benötigen Sie bei Weichholz mehr Volumen, müssen häufiger nachlegen und verbrauchen über längere Heizphasen mehr Holz.

Hartholz wie Buche oder Eiche ist deshalb vor allem bei regelmäßiger Nutzung wirtschaftlich interessant. Es brennt langsamer, hält die Glut stabiler und liefert pro Raummeter mehr Energie. Für Privathaushalte, Werkstätten oder Holzheizungen, die über längere Zeit betrieben werden, kann sich der höhere Preis dadurch relativieren. Weichholz bleibt sinnvoll zum Anheizen oder für kurze Heizphasen – für die lange Glutphase und planbare Wärme ist Hartholz jedoch die stärkere Basis.

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